Qualitätsstandards Face-2-Face Interviews

Für die Face-2-face Interviews gelten beim Institut für statistische Analysen konkludente Qualitätssicherungsmaßnahmen:


Eine gute Vorbereitung der Feldarbeit beginnt mit dem Briefing der Interviewer:

  • Mündliches und/oder schriftliches Briefing durch den Projektleiter
  • Überprüfung und Test der Unterlagen durch jeden Interviewer  


Inhalt des Briefings:

  • Aufgabenstellung
  • Kontext
  • Fragebogen
  • Unterlagen zum Interview


Vorgaben an die InterviewerInnen:

  • Alle Karten, Listen oder sonstige Vorlagen einschließlich Konzept/Produkt-Muster müssen (z. B. in rotierender Reihenfolge) präsentiert werden.
  • Die einer Frage zugeordneten Vorlagen und Muster werden erst zur Fragestellung gezeigt und nach Beantwortung gleich wieder entfernt.  
  • Der komplette Listensatz darf niemals gleichzeitig vorgelegt werden!   
  • Alle Vorlagen wie Konzepte, Produktmuster usw. müssen streng vertraulich behandelt werden.  Wenn nicht anders vereinbart, müssen alle Materialien dem Institut zurückgegeben werden.


Das Interviewerverhalten:

Interviewer müssen neutral sein. Das bedeutet:

  • weder Hilfestellung noch Hinweise geben – Interviews nicht durch Hilfestellung oder Hinweise beeinflussen.
  • während des Interviews keine eigene Meinungsäußerung zum Inhalt der Befragung geben
  • keine Suggestivfragen stellen, welche die Antworten beeinflussen
  • keine Interpretation vager Antworten oder weitschweifige Erklärungen zulassen, sondern stets fragen „Was haben Sie damit gemeint?“, „Was fällt Ihnen noch dazu ein?“, „Sonst noch etwas?“, um so die Antworten eindeutig zu machen
  • Fragen dürfen vom Interviewer weder mit eigenen Worten erklärt noch mit Beispielen illustriert werden.
  • wird eine Frage nicht verstanden, dann muss sie noch einmal vorgelesen werden.
  • Es ist nicht erlaubt, den Befragten zu wechseln.


Es ist weiters sicher zu stellen, dass:

  • der Befragte den Inhalt des Fragbogens nicht einsehen kann, außer es wird verlangt
  • Der Befragte nicht von anderen Personen beeinflusst wird.
  • Die Fragen sind exakt so vorzulesen, wie sie im Fragebogen stehen. Dies trifft auch auf mögliche Antwortenvorgaben/Statements und Skalenabfragen zu. Dies bedeutet:

o    strikte Einhaltung des Satzbaus,
o    wortwörtliches Vorlesen der Fragen/Antworten,
o    weder dem Text etwas hinzufügen noch etwas auslassen und die Fragen nicht interpretieren  
o    exakte Einhaltung der im Fragebogen vorgegebenen Reihenfolge der Fragen
o    der Interviewer muss alle Intervieweranweisungen beachten.
o    diese Anweisungen dürfen dem Befragten nicht vorgelesen werden! 
o    Einhaltung der Filterführung


Methoden der Feldkontrolle:

  • Abhängig von der Befragungsform werden bis zu 30 % der ausgefüllten Fragebögen aller von Jaksch & Partner durchgeführten Studien überprüft.
  • Bei der Standardkontrolle wird eine jeweils repräsentative Stichprobe der Fragebögen überprüft. Sollte es notwendig sein, besteht immer die Möglichkeit die Kontrolle zu erweitern, so dass z. B. 100 % der Interviews einer bestimmten Region oder eines bestimmten Interviewers überprüft werden.
  • Es gibt verschiedene Methoden, Interviews vollständig zu kontrollieren. Neben der Kontaktkontrolle (z. B. die telefonische Kontaktkontrolle der Befragten) erfolgt in der Regel die qualitative Sichtung der Fragebögen.