Evaluationen
Evaluationen

Evaluation (Evaluierung) bedeutet allgemein die Beschreibung, Analyse und Bewertung von Projekten, Prozessen und Organisationseinheiten, insbesondere im Bildungsbereich (z.B. innerhalb der Sozialen Arbeit), in den Bereichen Gesundheitsförderung und Entwicklungshilfe, der Verwaltung, der Marktforschung oder der Wirtschaft. Evaluation kann sich sowohl auf den Kontext (Voraussetzungen, Rahmenbedingungen), die Struktur, den Prozess als auch das Ergebnis (Produkt) beziehen. Anders als Grundlagenforschung orientiert sich Evaluation an den konkreten Fragen von Entscheidungsträgern. Dafür bieten wir Ihnen ein breites Spektrum an Methoden an, die Ihnen zeitgerechte und hilfreiche Informationen bereitstellen.

Evaluation verspricht Antworten in einer Zeit, in der Entscheidungsträger von der Aufgabe, gesellschaftliche Institutionen an die sich wandelnden Rahmenbedingungen anzupassen, zunehmend überfordert scheinen.

Eine wirkliche Evaluation findet dann statt, wenn eine Beurteilung von Maßnahmen, die auf ihre Wirksamkeit hin untersucht werden, stattfindet. Nur hier kann von Evaluation im eigentlichen Sinne gesprochen werden: Auf der Basis einer Zielvereinbarung wird eine Ausgangserhebung durchgeführt, es werden daraufhin Maßnahmen geplant, mit denen die Ziele erreicht werden sollen. Dann müssen Messinstrumente / Beurteilungskriterien entwickelt werden, mit denen man überprüfen kann, ob die Maßnahmen zum Erfolg geführt haben.

Eventuell nach Zwischenerhebungen während der Durchführung wird in einer Schlusserhebung der Erfolg der Maßnahme überprüft, um daraus neue Zielvereinbarungen zu treffen und erneut in den Kreislauf einzutreten. Das Entscheidende hierbei ist, dass Betroffene zu Beteiligten werden, dass der Prozess konsensual verläuft und nicht durch fremde Interessen und unklare Kriterien bestimmt wird, wie das z. B. bei sogenannten "Effizienzvergleichen" im Bildungsbereich immer wieder zu beobachten ist.

Evaluation und Qualitätsmanagement

Evaluation hat im Qualitätsmanagement (TQM, ISO 9000, 2Q, Q2E) schon lange einen festen Platz. Im EFQM-Modell wird Evaluation z. B. gefordert, um die Ergebnisse (der Arbeit) bei Kunden, MitarbeiterInnen und der Gesellschaft zu erfassen. Evaluation fungiert hier als Rückkopplungselement für die Prozesssteuerung im Rahmen der Organisations- und Qualitätsentwicklung. Es wird dabei überprüft, ob die Interventionen auch tatsächlich die gewünschten Ergebnisse bzw. Wirkungen produzieren (Ursache-Wirkungs-Beziehung). Erfasst werden sowohl subjektive Daten über die Wahrnehmung der Betroffenen (MitarbeiterInnen, KundInnen,...) als auch objektive Leistungsindikatoren, die intern im Unternehmen erfasst werden können.
Evaluation im Rahmen des Qualitätsmanagements nimmt eine zunehmend prominente Stellung ein. Qualitätsmanagement kann im Grunde genommen als umfangreiches Evaluationsdesign begriffen werden, das der Organisations- und Personalentwicklung dient. Die Professionalität und der Erfolg von Evaluation hängen dabei stets von den eingesetzten Instrumenten ab. Die traditionellen Ansätze von EFQM oder ISO9000 beruhen meist auf sehr linearen Ursache-Wirkungsmodellen. Sie werden in Zukunft von moderneren Ansätzen verdrängt werden.